Sonntag, 24. September 2017

So viel mäh!


Es macht mäh, immer wieder, manchmal hoch, manchmal tief, manchmal vorwurfsvoll, manchmal spielerisch. Unsere Nachbarn sind nämlich Schafe. Direkt hinter dem Hotelzimmer lebt eine Schafherde, deren Gespräche wir von morgens bis abends mitverfolgen können. Anfangs dachten wir noch, dass unser Zimmer vielleicht etwas zu weit hinten liegt, mittlerweile sind wir aber froh darüber, denn bis auf die zahlreichen Mähs ist es hier sehr ruhig.

Mittlerweile haben wir schon einige Abendshows gesehen und Alice hat schon Freundinnen gefunden. Bei der Zaubershow durfte sie dabei helfen, ein weißes Kaninchen herzuzaubern und hat sich darüber riesig gefreut - keine Angst vor der Bühne dieses Mal.

Thomas hat die Unterwasserwelt von Kreta erkundet und sogar ein paar Fische entdeckt, besonders viel gibt es hier leider nicht zu sehen. Einen der 3 hier ansässigen Feuerfische hat er aber immerhin auch gefunden.

Wir sind mittlerweile beim 10. Tag Spaghetti Bolognese angelangt. Alice mag außerdem den Schokobrunnen und die Waffeln. Ich darf aber keine Muscheln mehr essen, weil Alice das inakzeptabel findet, die armen Muscheln.

Das Hotel bietet Abends einen Night Service an, der zielsicher zu der Zeit kommt, zu der wir gerade duschen oder nach dem Duschen noch nicht wieder angezogen sind.

Wir haben uns Georgioupolis angesehen und sind dort über einen steinigen Weg zu einer kleinen Kapelle geklettert. Anfangs wirkte der Weg noch ganz harmlos, hatte es dann aber doch in sich, dafür war der Ausblick auf's Meer dann sehr schön. Uns begegneten zahlreiche Krabben und die Wellen spritzten unsere Füße nass.

Nach einer sehr heißen ersten Woche, ist es nun etwas kühler und windiger geworden, aber immer noch recht schön.









Montag, 18. September 2017

Sommerverlängerung in Kreta

31 Jahre musste ich also werden, um zum ersten Mal nach Griechenland zu reisen. Ich habe schon viele Länder gesehen und muss gestehen, ich bin in Sachen Urlaub deshalb schwer zu beeindrucken und auch schwer zufriedenzustellen. Manchmal habe ich das Gefühl, je mehr wunderschöne Orte man besucht hat, desto süchtiger wird man nach dem gewissen Wow-Effekt, der aber immer schwerer zu erreichen wird, je mehr man schon erlebt hat. Eigentlich bin ich immer mehr für Fernreisen gewesen, je exotischer, desto besser. In diesem Jahr musste ich aber umdenken. Meine Schwangerschaft und meine neuerdings leider sehr präsente Flugangst brachten mich dazu, ein nahes Reiseziel zu wählen. Die Wahl fiel auf Griechenland, denn hier war ich tatsächlich noch nie und es ist auch im September noch schön warm.
Nach langem Recherchieren entschied ich mich für das Anemos Luxury Grand Resort in Kreta. Das Hotel sieht nett aus, ist noch recht neu und hat gute Bewertungen, außerdem sehen die Zimmer schön aus und es gibt eine Zimmerkategorie, in der man als Familie viel Platz hat. Für meine mittlerweile 5-jährige Alice ist es der erste Urlaub dieser Art. Das Hotel bietet eine Art Clubprogramm mit Buffetessen, etwas Animation, Kinderunterhaltung und Abendshows. Nicht zu aufdringlich immerhin, sondern alles recht dezent und hochwertig gehalten. Einerseits war ich skeptisch, andererseits dachte ich, es wäre in der Schwangerschaft einmal ganz angenehm, keine weiten Wege zurücklegen zu müssen und alles unkompliziert an einem Ort zu haben.
Nachdem ich den Flug geschafft hatte, war ich erst einmal erleichtert. Nichtmal eine Bootsfahrt muss ich in diesem Urlaub meistern, das ist schon einmal positiv und auch der Weg vom Flughafen ist nicht allzuweit.
Der erste Eindruck vom Hotel war sehr positiv. Wir bekamen gleich ein Willkommensgetränk und der Check-in wurde  nebenbei im Sitzen für uns erledigt. Auf unser Zimmer mussten wir noch einige Zeit warten. Kein Wunder, unser Flug ging auch bereits um 6:00 Uhr morgens. Nachdem wir uns ausgiebig umgesehen hatten und das erste Mittagessen auf der Insel genossen hatten, ging es auf's Zimmer. Dieses war zwar ganz hübsch, nur leider nicht das, was ich gebucht hatte. Erste Verwirrung stellte sich ein, wo lag jetzt der Fehler, bei mir oder beim Hotel? Wenn man eine teurere Zimmerkategorie mit einem extra Bereich für's Kind erwartet, dann möchte man kein enges Doppelzimmer haben. Also machte ich mich wieder zurück auf den Weg zur Lobby. Es stellte sich heraus, dass es gar nicht so einfach ist zu beweisen, welche Kategorie man gebucht hatte, wenn die Zimmer überall anders heißen. Ich sah mich schon enttäuscht in's Doppelzimmer zurückkehren, als sich herausstellte, dass der Fehler wohl bei der Buchungsseite lag, die die Zimmerkategorie falsch weitergegeben hatte. Zum Glück war auch ein Zimmer in der richtigen Kategorie frei und bereit und wir konnten sofort umsiedeln. Angekommen im neuen Zimmer mit etwa doppelt soviel Platz, sah die Welt schon wieder deutlich besser aus und wir fühlten uns weniger beengt. Alice hat ihr eigenes Reich im ersten Stock des Maisonette-Zimmers und findet es toll. Sogar ein eigenes Sofa hat sie und viel Platz zum Spielen. Jetzt konnte der Urlaub also beginnen. Am Nachmittag wurde gleich der Pool erkundet. Einer der beiden Pools hat genau die richtige Höhe für Alice. Sie kann gerade so stehen und super schwimmen üben. Schon am 2. Tag schaffte sie es, die ganze Länge ohne Hilfe zu schwimmen. Beim Abendessen merkten wir dann erst, wie viele Menschen wirklich in dem Hotel sind. Tagsüber verteilt sich nämlich alles recht schön und es ist nirgends voll. Wer allerdings zu spät zum Abendessen kommt, muss auf einen Tisch warten. Das Essen ist allerdings wirklich wunderbar und sehr lecker. Alice hat zwar bereits den dritten Tag in Folge Spaghetti Bolognese gegessen, aber es gäbe auch genügend andere Auswahl. Ein paar Kinderklassiker sind jedenfalls immer dabei. Das beruhigt, wenn das Kind jedes Gericht nach seiner Kompatibilität mit der Küche von Mama bewertet. Am zweiten Tag wurde auch der Strand und das Spa getestet, indem ich eine Schwangerschaftsmassage bekam, eine durchwegs gute Erfahrung. Nach einer leider recht zwiespältigen Massageerfahrung zu Beginn meiner Schwangerschaft, war ich etwas skeptisch. Diese hatte nämlich mein Kreislauf gar nicht vertragen. Deshalb öffnete ich von Zeit zu Zeit skeptisch 1-2 Augen, um festzustellen, ob mir schwindelig wurde, aber es war alles im grünen Bereich und sehr angenehm. Meine erste seitlich liegende Massage war ein Erfolg. Auch Thomas ließ sich kurz massieren -15 Minuten Massage bekam man nämlich als Willkommensgeschenk - und war zufrieden. Nachdem Alice allerdings gesehen hatte, dass es auch eine Kinder-Schokoladenmassage gibt, wollte sie auch unbedingt. Ich bin mir da nicht so sicher, ob eine Massage schon so das Richtige für eine 5-Jährige ist, schließlich bleibt sie ungern lange liegen, aber sie versucht sehr angestrengt uns davon zu überzeugen.
Unsere erste Abendshow haben wir auch gesehen. Thomas konnte seine Sommer-Caipirinha-Bilanz etwas aufbessern und ich versuchte einen der alkoholfreien Cocktails, der allerdings doch sehr grapefruitlastig ausfiel, also ziemlich bitter. Es war eine Bauchtanz Show, die irgendwie ziemlich lange dauerte, vor allem da es 3 Nummern gab, bei denen die Tänzerinnen Leute vom Publikum zum Mittanzen holten. Einmal ist ja ganz nett, aber 3 Mal schon ziemlich anstrengend zum Zuschauen, wenngleich Thomas gekonnt mit dem Hintern wackelte. Alice wurde dann zum Schluss auch auf die Bühne geholt. Ich denke, ich habe noch nie ein so unglückliches Gesicht auf einer Bühne gesehen. Die Situation machte ihr Angst.
Naja, schließlich war es dann doch endlich zu Ende, nachdem sich die letzte Nummer mit Publikum über mindestens 3 Lieder gezogen hatte und der Applaus vom Band versuchte uns zum ausgelassenen Klatschen zu motivieren. Am nächsten Tag gab es Abends nur Live-Musik, da konnte ich Alice überzeugen, dass wir das nicht unbedingt sehen müssen. Wir sind gespannt, was noch kommt.












Sonntag, 18. September 2016

Strandleben, Meeresbewohner und unser Freund, der Waran

Unser Urlaub geht nun schon in die letzte Phase. Mittlerweile kennen wir uns im Hotel schon gut aus. Das Frühstücksbuffet ist klein und als Brot gibt es nur Toast und ein anderes weiches Weißbrot, man kann aber Eier, Pancakes oder Waffeln bestellen. Manchmal geht etwas aus, das ist auch verständlich, denn alles muss mit dem Boot zur Insel gebracht werden, manches Fleisch kommt sogar aus Australien. Mittlerweile fantasieren wir aber schon etwas über Schnitzel oder die tolle Rindssuppe meiner Oma. :)

Wenn der Strom ausfällt kann man seinen Toast hier immer noch grillen :) Die häufigen Stromausfälle machen erfinderisch. Der Service ist toll. Schnell kannte man unseren Namen und Alice sagt schon "Good morning" und "Good night" auf Englisch zu allen.
Vormittags werden am Strand immer kühle Erfrischungstücher und Melone gebracht und Nachmittags irgendeine Süßigkeiten (z.B. Kokoskugeln oder Kokoskuchen oder Süßkartoffel mit Kokos oder weniger toll: Kokoskuchen mit Zwiebeln) Die Devise lautet: Hauptsache Kokos :) Da greift Thomas, der Kokos nicht mag, dann nicht so gerne zu. Er ist in diesem Urlaub aber essenstechnisch experimentierfreudiger als ich und probiert ziemlich alles. Vor dem Abendessen gibt's kostenlose Cocktails im Restaurant am Steg. Wenn man da schon kommt hat man immerhin auch einen der begehrten Plätze für das Abendessen sicher. In diesem Restaurant sitzt man auf Matratzen und kann beim Essen auf's Meer hinunter schauen. Alice nutzt die Matratze meist eher zum liegen.

Wir sehen immer wieder Geckos und den netten Waran, der mich auch schon vor dem Klo begrüßte. Beim Tauchen hatte Thomas bisher wenig Glück mit dem Wetter, aber trotzdem schon Rochen, Schildkröten, Muränen und vieles mehr gesehen. Selbst beim Schnorcheln oder nur beim Blick vom Steg findet man viele Meeresbewohner. Gestern Abend sahen wir am Weg zum Restaurant z.B. einen Rochen und Papageienfische.









Mittwoch, 14. September 2016

Ohne Strom im Paradies - Der Japamala Resort auf Tioman

Wir sind im tropischen Paradies gelandet. Der Japamala Resort auf Tioman ist wohl das kleinste Hotel in dem ich je gewesen bin. Das Hotel ist in die Natur integriert. Unsere Nachbarn sind Affen, Leguane, Geckos, Schmetterlinge und Eichhörnchen. Wir haben einige Haus-Geckos in unserem Zimmer. Einer, ich habe ihn Larry getauft, fiel gestern Nacht unverhofft bei der Jagd von der Decke, direkt auf Thomas. Beide haben sich ziemlich erschreckt. Unseren Gecko in der Dusche hat Thomas übrigens Georg genannt und Alice hat einem Baby Gecko schon diverse Namen gegeben an die ich mich nicht mehr erinnern kann.
Die Affen wecken uns manchmal mit ihrem Geschrei. Gestern habe ich einen auch stark empört indem ich ihn fotografiert habe, er hätte wohl vorher gefragt werden wollen. :)

Heute Nacht gab es ein starkes Gewitter, wir hatten bis kurz vor Mittag dann keinen Strom mehr. Das passiert hier sicher öfter. Beim Frühstück konnte man den Toast dann auf einem Kohlegriller rösten. Gerade nach diesem Gewitter ging Thomas zum ersten Mal tauchen. Auch beim Schnorcheln gab es aber gestern schon einige tropische Fische zu sehen. Heute konnte ich im Meer auch einen hüpfenden Fischschwarm entdecken.
Es gibt ein Restaurant direkt auf dem Steg über dem Wasser. Die Essensauswahl mit Alice ist allerdings nicht ganz einfach. Koriander ist hier wohl sehr sehr beliebt. Leider finde ich ihn schrecklich und kann ihn schon gar nicht mehr sehen. :(

Die Natur hier ist paradiesischen schön. Den ersten Sonnenbrand haben wirtrotz Sonnencreme allerdings auch schon bekommen. Diese Sonne sollte man wohl nicht unterschätzen.


Sonntag, 11. September 2016

Kurztrip in die Berge

Wer in Malaysia Urlaub machen möchte, der fährt in die Camaron Highlands, denn hier ist es erfrischend kühl. Zu unserem Glück war gerade ein Feiertag, irgendetwas bei dem man eine Kuh aufschlitzt und verteilt. Jedenfalls wollte gefühlt Halb-Malaysia in die Camaron Highlands und wir auch. :)
Unser Tag begann mit einer von mir gefürchteten langen Bootsfahrt am Fluss. Eine Reisetablette später verschliefen Alice und ich dann allerdings die halbe Fahrt. Nur eine Büffelherde am Fluss war es wert wieder aufgeweckt zu werden ;) Angekommen in Jerantut erwartete uns unser neuer Fahrer, der (juhu) nicht der Formel 1 Fahrer von zuvor war und tatsächlich nach Anweisung vorsichtig fuhr. Auch er war Inder, aber auch Christ. Hier kann man irgendwie alles sein. Moscheen, Kirchen und Tempel stehen nebeneinander. Hindus, Chinesen, und Muslime leben recht friedlich zusammen. Nur an manchen Stellen merkt man, dass das Land eigentlich muslimisch ist. Lehrerinnen müssen z.B Kopftuch tragen und Ureinwohner, deren Zuhause abgeholzt wird, bekommen Häuser geschenkt, wenn sie Muslime werden. Trotzdem sind nur etwa 50 Prozent der Bevölkerung muslimisch. Mit meiner Kleidung falle ich bisher recht wenig auf, denn auch die vielen Chinesinnen kleiden sich ähnlich und niemand scheint es zu stören.

Wir fuhren an diesem Tag sehr lange in die kühlen Berge, trotzdem gab es dort angekommen noch mehrere Programmpunkte. Wir besuchten eine Erdbeerfarm. Die Einheimischen sind davon ganz begeistert, da es das sonst bei ihnen nicht gibt. Für uns war das nicht so spannend, auch wenn Erdbeeren und Erdbeersaft gut schmeckten, irgendwie, wie beim Starkl, nur kleiner. Es gab auch diverse andere Pflanzen, die man von zu Hause kennt hier zu kaufen. Sie halten hier natürlich nicht sehr lange, wenn sie mit ins Tal genommen werden. Dann ging es zu einem Schmetterlingspark, den Alice toll fand, denn ein Schmetterling durfte sogar auf ihrem Bär sitzen. Leider waren auch einige verletzte und tote Tiere darunter. Die Rosen Farm war dann endgültig zu viel für diesen Tag und wir wollten nur noch ins Hotel. Dieses war wirklich schön und auch der Room Service brachte uns mal wieder Sandwiches anstelle von Reis und Nudeln. Wir waren zufrieden und mussten uns nicht mehr von der Stelle bewegen. :)
Am nächsten Tag durften wir, nach dem Frühstück, am Weg nach unten noch eine Teeplantage begutachten und den tollen Ausblick genießen. Danach stoppten wir bei einer Bienenfarm und einem Wasserfall. Nach 2 Stunden Autobahn waren wir dann zurück in Kuala Lumpur in unserem 2. Hotel in dieser Stadt. Diesmal ist es ein Appartement Hotel. Wir haben viel Platz und Alice hat ein eigenes Schlafzimmer mit Bad. Das ist wohl das größte Zimmer unserer Reise. Zum Abendessen gab es Rippchen, Würstel und Pizza, auf der Pizza waren allerdings Avocados und Mangos. Alice durfte gratis Essen und auch ein 2. Bier bekamen wir umsonst. 
In den letzten Tagen haben wir durch unsere einheimischen Fahrer alle Facetten der lokalen Küche probiert, Indisch, Chinesisch, Malayisch, am Land in zweifelhaft aussehenden Lokalen und in größeren, sauberer wirkenden. Wir haben Stinkfrucht gekostet und diverses von Straßenverkäufern, wie Fischchips oder gebackene Stinkfrucht, an die sich nur noch Thomas heranwagte. Am besten war überraschenderweise die hier beliebte südindische Küche direkt vom Bananenblatt.


2 Tage Dschungel ohne wlan

Nachdem wir nun wieder WLAN haben, fühlen wir uns zurück in der zivilisierten Welt, aber müde von der laaaangen Autofahrt.
Nachdem wir von Kuala Lumpur aufgebrochen sind, führte uns der Weg über die Batu Caves, einen Hindu Höhlentempel mit weiteren Affen (die sind hier wohl überall) und das Elephant Sanctuary, sowie einen Streichelzoo der etwas anderen Art in den Taman Negara Nationalpark. 
Nachdem wir Schlangen, Echsen und Albino-Igel halten durften und Elefanten gefüttert hatten, waren wir eigentlich schon ziemlich k.o. Unser Fahrer an diesem Tag hielt es aber trotzdem für nötig einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf der kurvigen und unebenen Straße aufzustellen, wir sind mehr geflogen als gefahren. Es war richtig schlimm :( Zu guter letzt kam dann noch eine Überraschungs-Bootsfahrt über den Fluss dazu, denn unser Hotel war das einzige auf der andere Seite des Flusses. Es war dafür aber auch das schönste Dschungel-Hotel der Gegend. Also ging es rein in den Dschungel und wir staunten über riesige Schmetterlinge und Pflanzen. Nach den ganzen Strapazen hätte es dann noch einen Night Walk im Dschungel gegeben, den wir dann lieber ausließen, um ins Bett zu fallen.

Der nächste Tag begann mit einem Spaziergang durch den Dschungel, der tatsächlich sehr komfortabel war, denn es gab richtige Wege mit Holzplatten. Wir sahen hauptsächlich Pflanzen und Spinnen, viel zu große bunte und schwarze Spinnen. Andere Tiere kommen leider nicht so nah an die Wege. Faszinierend waren allerdings die riesigen Schmetterlinge am Hotel-Gelände. 
Wieder stand eine Bootsfahrt durch den Dschungel an. Als unser Guide von Wildwasser Rafting sprach wurde mir Angst und Bange. Es war dann aber halb so schlimm, die Stromschnellen waren nur klein und der Fahrer ist auch ganz vorsichtig gefahren. (Die Autofahrt am Vortag war viel schlimmer) Wir fuhren zu einem Orang Asli Dorf. Die Ureinwohner des Regenwaldes leben an dieser Stelle vom Tourismus. Normalerweise ziehen sie weiter, wenn jemand stirbt, aber hier bringen sie ihre Toten weg und bleiben wegen den Touristen. Es war dann auch sehr touristisch und ich fühlte mich dabei nicht so wohl in ihr Dorf einzudringen, wie in einen Zoo. Wir sahen allerdings, wie sie ihre Blasrohre herstellen und Alice war begeistert von einem Baby Eichhörnchen, das sie als Haustier hielten. Danach sollten wir den Kindern Schlecker geben, um sie "anzulocken". Gut, dass Alice das machen wollte, denn ich fand das auch recht unangenehm. 
Am Nachmittag fuhren wir mit dem Boot weiter in den Urwald zu einer Badestelle. Naja, eigentlich mussten wir zu der Stelle noch einen langen Marsch durch den Urwald zurücklegen und zwar diesmal ohne Guide. Schon lustig, dass man uns auf dem befestigten Weg geführt hat und uns hier alleine klettern ließ. Wir haben es aber geschafft und das Wasser war letztendlich auch erfrischend. Hier hatten wir definitiv unsere autentischere Dschungel Erfahrung.


Beeindruckt hat uns auch der "Canopy Walk", bei dem man den Urwald auf Hängebrücken aus 30 m Höhe bewundern kann. Alice wäre am liebsten nochmal gegangen. Das Zimmer fand sie dann aber nicht ganz so schön und ich habe es auch direkt nach Spinnen abgesucht und die Dusche bekritelt. (Leider waren auch kleinere Spinnen vorhanden) Für eine Unterkunft im Regenwald war es aber wohl sehr schön, wir sind nur anderes gewöhnt.




Mittwoch, 7. September 2016

Schulter-Affen, Glühwürmchen und unerwartete Süßigkeiten

Der Tag begann, jetlag-mäßig früh. Freue sich, wer keine innere Uhr besitzt, also Thomas. :) Alice und ich machten uns auf zum riesigen Frühstücksbuffet. Es gab eine Sektion asiatisches Frühstück und eine mit westlichem. Die Auswahl war gigantisch und Alice begann sofort mit dem asiatischen Essen und frühstückte gebratenen Reis.
Danach ging es mit unserem Guide durch die Stadt und zu den Petronas Towers. Dort sahen wir die Stadt von oben. Danach haben wir noch diverse Monumente und den Königspalast von außen gesehen. Eines der Wächter-Pferde wollte dort sogar mit Alice kuscheln.
Danach gingen wir in den Central Market und fanden Heidi, das Pokémon und den Katzenkackkaffee. Ersteres durfte mit, zweiteres war dann doch zu teuer. Wir probierten weiter malayische Gerichte und waren sehr zufrieden. Dann der gefürchtete Gang zum Klo: Ist es ein asiatisches Loch im Boden oder ein europäisches Klo? Ist es sauber oder nicht? Es war leider asiatisch, aber immerhin sauber. Alice hat es aber gleich gut gemeistert. Wie schaffen die Asiaten es nur richtig zu treffen? Ich glaub ich brauche ein YouTube Tutorial oder eine Geschlechtsumwandlung. :)

Von der Sauberkeit in Malaysia bin ich allerdings bisher wirklich positiv überrascht und selbst am Land sehen die Häuser hier sehr schön aus. Bisher hab ich überhaupt keine Slums gesehen und alle Klos waren tatsächlich sauber, ein wichtiges Kriterium.

Am Nachmittag fuhren wir dann nach Selangor, erst zu einem Affenhügel, wo man Affen auch füttern konnte, dann zum Essen am Fluss bei Sonnenuntergang und schließlich zur Glühwürmchen Bootsfahrt. Die Glühwürmchen glitzerten am Flußrand, wie Weihnachtsbäume. Der Tag war beeindruckend.

Nachdem wir heute Affen auf der Schulter hatten, die ersten Kokosnüsse getrunken haben und auch Geckos gesehen haben, sind wir wohl richtig angekommen. Zurück im Hotel überraschten uns dann nochmal leckere Süßigkeiten als Entschuldigung für ein Klingeln an der Tür vom Roomservice am Tag davor. Schon verrückt, nicht dass wir deswegen auch nur annähernd böse gewesen wären.