Nachdem wir nun wieder WLAN haben, fühlen wir uns zurück in der zivilisierten Welt, aber müde von der laaaangen Autofahrt.
Nachdem wir von Kuala Lumpur aufgebrochen sind, führte uns der Weg über die Batu Caves, einen Hindu Höhlentempel mit weiteren Affen (die sind hier wohl überall) und das Elephant Sanctuary, sowie einen Streichelzoo der etwas anderen Art in den Taman Negara Nationalpark.


Nachdem wir Schlangen, Echsen und Albino-Igel halten durften und Elefanten gefüttert hatten, waren wir eigentlich schon ziemlich k.o. Unser Fahrer an diesem Tag hielt es aber trotzdem für nötig einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf der kurvigen und unebenen Straße aufzustellen, wir sind mehr geflogen als gefahren. Es war richtig schlimm :( Zu guter letzt kam dann noch eine Überraschungs-Bootsfahrt über den Fluss dazu, denn unser Hotel war das einzige auf der andere Seite des Flusses. Es war dafür aber auch das schönste Dschungel-Hotel der Gegend. Also ging es rein in den Dschungel und wir staunten über riesige Schmetterlinge und Pflanzen. Nach den ganzen Strapazen hätte es dann noch einen Night Walk im Dschungel gegeben, den wir dann lieber ausließen, um ins Bett zu fallen.
Der nächste Tag begann mit einem Spaziergang durch den Dschungel, der tatsächlich sehr komfortabel war, denn es gab richtige Wege mit Holzplatten. Wir sahen hauptsächlich Pflanzen und Spinnen, viel zu große bunte und schwarze Spinnen. Andere Tiere kommen leider nicht so nah an die Wege. Faszinierend waren allerdings die riesigen Schmetterlinge am Hotel-Gelände.
Wieder stand eine Bootsfahrt durch den Dschungel an. Als unser Guide von Wildwasser Rafting sprach wurde mir Angst und Bange. Es war dann aber halb so schlimm, die Stromschnellen waren nur klein und der Fahrer ist auch ganz vorsichtig gefahren. (Die Autofahrt am Vortag war viel schlimmer) Wir fuhren zu einem Orang Asli Dorf. Die Ureinwohner des Regenwaldes leben an dieser Stelle vom Tourismus. Normalerweise ziehen sie weiter, wenn jemand stirbt, aber hier bringen sie ihre Toten weg und bleiben wegen den Touristen. Es war dann auch sehr touristisch und ich fühlte mich dabei nicht so wohl in ihr Dorf einzudringen, wie in einen Zoo. Wir sahen allerdings, wie sie ihre Blasrohre herstellen und Alice war begeistert von einem Baby Eichhörnchen, das sie als Haustier hielten. Danach sollten wir den Kindern Schlecker geben, um sie "anzulocken". Gut, dass Alice das machen wollte, denn ich fand das auch recht unangenehm.
Am Nachmittag fuhren wir mit dem Boot weiter in den Urwald zu einer Badestelle. Naja, eigentlich mussten wir zu der Stelle noch einen langen Marsch durch den Urwald zurücklegen und zwar diesmal ohne Guide. Schon lustig, dass man uns auf dem befestigten Weg geführt hat und uns hier alleine klettern ließ. Wir haben es aber geschafft und das Wasser war letztendlich auch erfrischend. Hier hatten wir definitiv unsere autentischere Dschungel Erfahrung.
Beeindruckt hat uns auch der "Canopy Walk", bei dem man den Urwald auf Hängebrücken aus 30 m Höhe bewundern kann. Alice wäre am liebsten nochmal gegangen. Das Zimmer fand sie dann aber nicht ganz so schön und ich habe es auch direkt nach Spinnen abgesucht und die Dusche bekritelt. (Leider waren auch kleinere Spinnen vorhanden) Für eine Unterkunft im Regenwald war es aber wohl sehr schön, wir sind nur anderes gewöhnt.