Unser Tag begann mit einer von mir gefürchteten langen Bootsfahrt am Fluss. Eine Reisetablette später verschliefen Alice und ich dann allerdings die halbe Fahrt. Nur eine Büffelherde am Fluss war es wert wieder aufgeweckt zu werden ;) Angekommen in Jerantut erwartete uns unser neuer Fahrer, der (juhu) nicht der Formel 1 Fahrer von zuvor war und tatsächlich nach Anweisung vorsichtig fuhr. Auch er war Inder, aber auch Christ. Hier kann man irgendwie alles sein. Moscheen, Kirchen und Tempel stehen nebeneinander. Hindus, Chinesen, und Muslime leben recht friedlich zusammen. Nur an manchen Stellen merkt man, dass das Land eigentlich muslimisch ist. Lehrerinnen müssen z.B Kopftuch tragen und Ureinwohner, deren Zuhause abgeholzt wird, bekommen Häuser geschenkt, wenn sie Muslime werden. Trotzdem sind nur etwa 50 Prozent der Bevölkerung muslimisch. Mit meiner Kleidung falle ich bisher recht wenig auf, denn auch die vielen Chinesinnen kleiden sich ähnlich und niemand scheint es zu stören.
Wir fuhren an diesem Tag sehr lange in die kühlen Berge, trotzdem gab es dort angekommen noch mehrere Programmpunkte. Wir besuchten eine Erdbeerfarm. Die Einheimischen sind davon ganz begeistert, da es das sonst bei ihnen nicht gibt. Für uns war das nicht so spannend, auch wenn Erdbeeren und Erdbeersaft gut schmeckten, irgendwie, wie beim Starkl, nur kleiner. Es gab auch diverse andere Pflanzen, die man von zu Hause kennt hier zu kaufen. Sie halten hier natürlich nicht sehr lange, wenn sie mit ins Tal genommen werden. Dann ging es zu einem Schmetterlingspark, den Alice toll fand, denn ein Schmetterling durfte sogar auf ihrem Bär sitzen. Leider waren auch einige verletzte und tote Tiere darunter. Die Rosen Farm war dann endgültig zu viel für diesen Tag und wir wollten nur noch ins Hotel. Dieses war wirklich schön und auch der Room Service brachte uns mal wieder Sandwiches anstelle von Reis und Nudeln. Wir waren zufrieden und mussten uns nicht mehr von der Stelle bewegen. :)
Am nächsten Tag durften wir, nach dem Frühstück, am Weg nach unten noch eine Teeplantage begutachten und den tollen Ausblick genießen. Danach stoppten wir bei einer Bienenfarm und einem Wasserfall. Nach 2 Stunden Autobahn waren wir dann zurück in Kuala Lumpur in unserem 2. Hotel in dieser Stadt. Diesmal ist es ein Appartement Hotel. Wir haben viel Platz und Alice hat ein eigenes Schlafzimmer mit Bad. Das ist wohl das größte Zimmer unserer Reise. Zum Abendessen gab es Rippchen, Würstel und Pizza, auf der Pizza waren allerdings Avocados und Mangos. Alice durfte gratis Essen und auch ein 2. Bier bekamen wir umsonst.
In den letzten Tagen haben wir durch unsere einheimischen Fahrer alle Facetten der lokalen Küche probiert, Indisch, Chinesisch, Malayisch, am Land in zweifelhaft aussehenden Lokalen und in größeren, sauberer wirkenden. Wir haben Stinkfrucht gekostet und diverses von Straßenverkäufern, wie Fischchips oder gebackene Stinkfrucht, an die sich nur noch Thomas heranwagte. Am besten war überraschenderweise die hier beliebte südindische Küche direkt vom Bananenblatt.








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